Wasserbehandlung

Wasserbehandlung ist zweifelsohne in vielen Fällen eine wichtige oder auch unabdingbare Hilfe, um Schadensprozessen vorzubeugen oder ihren Verlauf zu verlangsamen. Dass sie bei vielen Eigentümern und Verwaltungen im Verlauf der letzten Jahrzehnte in Verruf geraten ist, liegt einerseits an der unzureichenden Wirksamkeit und Unzuverlässigkeit vieler Geräte, andererseits an zu vollmundigen Versprechen der Hersteller.

Ein weiterer und sehr wesentlicher Grund für das Misstrauen vieler Verbraucher gegenüber den Möglichkeiten der Wasserbehandlung ist, dass Geräte oft nicht mit der nötigen Sachkenntnis gewählt und eingesetzt werden, um ihren Zweck erfüllen zu können. Erst die genaue Kenntnis des jeweiligen Schadensbildes und Schadensverlaufs, wie aber auch der Stärken und Schwächen der verschiedensten Verfahren und Geräte am Markt führt zu effizienten, dauerhaften Problemlösungen - und damit zur Wirtschaftlichkeit der Investition.

Die häufigsten Fehler werden an gealterten Trinkwassernetzen aus verzinktem Stahlrohr gemacht. Ist das Versorgungswasser hart, so wünschen die Eigentümer Verbesserungen bei der Kalksteinbildung. Dann werden häufig Kalkschutzanlagen gekauft, obwohl das Rohrnetz in seinem Bestand eigentlich durch Korrosion gefährdet ist. Selbst Enthärtungsanlagen (Ionentauscher) werden installiert, obwohl diese bekanntlich verzinktes Stahlrohr stark schädigen können. Umgekehrt werden Korrosionsschutzanlagen eingebaut, wo der geminderte Wasserdruck eigentlich auf Kalksteinbildung zurückzuführen ist.

Beste Voraussetzung für die Wahl einer geeigneten Wasserbehandlung ist eine Materialprüfung. Aber auch der Laie kann mit einem Blick in seine Rohre unterscheiden, ob eher ein Korrosionsproblem vorliegt (wie in der überwiegenden Zahl der Fälle) oder ein Problem mit Steinbildung. Hierfür ist ein Stück Rohr nach dem Warmwasserbereiter und eines aus dem Kaltwasser zu entnehmen und längs aufzuschneiden.

Ein weit verbreiteter Fehler ist, Wasserbehandlung erst dann zu installieren, wenn das Schadensbild schon so weit fortgeschritten ist, dass sie nur noch wenig ausrichten kann. In solchen Fällen ist die Investition unter Umständen nicht mehr wirtschaftlich.

Vor dem Kauf einer Wasserbehandlungsanlage sollte zudem genau erwogen werden, welches Ziel man verfolgt. Möchte man etwa nur die Boiler und Warmwassernetze vor übermäßiger Kalksteinbildung schützen (technische Anwendung), so reicht eine Behandlung nur des Warmwassers aus. Möchte man hingegen auch in den Wohnungen einen verringerten Reinigungsaufwand erzielen, muss auch das Kaltwasser mit behandelt werden.

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